Umbilical cord – what happens after it is cut?

During pregnancy, the umbilical cord is a baby’s lifeline – then it is cut. What happens inside mother and baby?  Continue reading

Advertisements

Stillen oder nicht stillen? Oder ist die soziale Schicht nicht viel entscheidender…

Stillen oder nicht stillen? Das ist mittlerweile oft nicht nur eine simple Frage, sondern ein Gewissenskonflikt für Mütter. “Breast is best” ist die Botschaft, die von vielen Seiten – Hebammen, Ärzten, Gesundheitsbehörden – eingeimpft wird. Flaschenmamis bekommen damit nicht nur das Gefühl, “versagt” zu haben. Nein, sie sind auch Rabenmütter. Denn anstelle des superintelligenten, schlanken, gesunden gestillten Kindes ziehen sie ein weniger intelligentes, übergewichtiges und krankes Kind auf, das in Zukunft dem Gesundheits- und Sozialsystem auf der Tasche liegt.

“90% aller übergewichtigen Kinder über 6 Jahren wurden mit der Flasche gefüttert” verkündete die Hebamme und Stillberaterin im Geburtsvorbereitungskurs. Aha. Und: Stillen ist hauptsächlich Motivation. Wer nicht will, hat sowieso schon verloren und kann sich damit abfinden, eine “Flaschenmami” eines dicken Kindes zu werden. Quellenangaben fehlte natürlich. Aber mit ihren Aussagen folgte die Beraterin auch nur dem Tenor der Stillbefürworterinnen. Eine Forschungsgruppe in England motiviert sogar Mütter mit Einkaufsgutscheinen zum Stillen.

Babyflascherl

Der Stein des Anstoßes

 

Ja, einige Studien zeigen, dass gestillte Kinder weniger übergewichtig sind und ein niedrigeres Risiko für Bluthochdruck haben. Aber: hat das überhaupt etwas mit der Muttermilch zu tun? Anders gefragt, haben gestillte Kinder noch etwas gemeinsam, das ihr Risiko für Übergewicht und Bluthochdruck senkt, außer dem Stillen? Gerade wenn wir uns die Situation in England ansehen, ist es nicht schwer, so einen Faktor zu finden. 6 Wochen nach der Geburt stillen nur mehr 32% der Mütter aus Englands Arbeiterklasse. Aber 65% der Mütter der Mittelschicht stillen zu dieser Zeit noch. Könnte also die soziale Schicht der Familie – mit allen damit zusammenhängenden Faktoren, wie Einkommen, Lebensstil, Bildung – die Gesundheit des Kindes beeinflussen, und nicht, ob es Muttermilch oder Flaschenmilch bekommt?

Dieser Artikel im Guardian beschreibt die Ergebnisse zweier Studien über den Zusammenhang zwischen Stillen und Gesundheit. Der Unterschied zwischen den beiden Studien? Eine wurde in England durchgeführt, wo die Wahrscheinlichkeit zu stillen stark von der sozialen Schicht der Mutter abhängt. Die andere wurde in Brasilien durchgeführt, wo es keine solche Abhängigkeit zwischen sozialer Schicht und Stillen gibt. Wenn in beiden Studien ein starker Zusammenhang zwischen Stillen und Gesundheit besteht, wäre das ein starker Hinweis darauf, dass Stillen tatsächlich “gesünder” als Flaschenmilch ist. Aber falls so ein Zusammenhang nur in der englischen Studie gesehen wird, dann ist es wahrscheinlich, dass der Einkommensunterschied relevanter ist.

Gestillte Kinder in der englischen Studie hatten einen höheren IQ, ihr Blutdruck war besser und sie waren seltener fettleibig. In der brasilianischen Studie sieht die Sache allerdings anders aus: es gab zwar einen Zusammenhang zwischen Stillen und IQ in der Kindheit, aber keinen zwischen Stillen und Blutdruck bzw. Fettleibigkeit. Zwar untersuchen auch diese beiden Studien “nur” einen Zusammenhang, der auf Entscheidungen der Mütter basiert und oft von verschiedenen Aspekten beeinflusst wird. Trotzdem deutet der Vergleich dieser Studien darauf hin, dass einige der positiven Effekte, die Stillbefürworter dem Stillen zusprechen, wie niedriger Blutdruck und geringe Fettleibigkeit eigentlich auf etwas ganz anderem basieren – nämlich der sozialen Schicht und dem Einkommen der Familien. “Stillen oder nicht stillen” sollte also kein ideologischer Grabenkampf mehr sein. Es würde Kinder vielleicht viel mehr helfen, wenn der Zusammenhang zwischen einem niedrigeren Familieneinkommen und der Gesundheit des Kindes ausgehebelt wird.

Zwei Artikel im Guardian über Stillen und dem “Elefanten im Raum”, dem Klassenunterschied:
http://www.theguardian.com/science/sifting-the-evidence/2014/nov/24/are-links-between-breastfeeding-and-health-confounded-quite-possibly
http://www.theguardian.com/commentisfree/2014/nov/24/class-baby-breastfed-life-chances-inequality

sperm spirals to its goal

When you’re trying to get pregnant, after a while, cuddling afterwards will inevitably be replaced by the charming beetle pose – lying on your back, legs up in the air. All in the hope of getting the little swimmers on their way to their goal. On their journey through the cervix, uterus and the oviduct they cover a route thousand times longer than the length of a sperm cell. Also, while sperm might travel along in a current of fluid in the cervix and uterus, in the oviduct mucus flows in the opposite direction to the sperms itinerary. How sperm manages to stay on track and not stray is not known, but understanding this process would help in improving the odds of fertilization, both during natural conception and IV treatment.

Researchers from the University of Cambridge now show that human sperm swims similar to a fish swarm with their head facing the current. This rheotaxis allows fish swarms to adapt to counter flows. Using microfluidic devices, in which liquid is forced to flow through tiny channels, the researchers show that human sperm cells not just align against the counter flow, but move along the walls of the channels. The sperm cells end up spiralling along the edges of the oviduct. This increases the chance of meeting a potential egg and could so help the sperm cells find the egg. The researchers suggest that this could help in the design of artificial insemination, by for example optimizing the fluid used for fertilisation. Whether we can replace the beetle pose with something a tad more dignified is not known – yet.
Original paper in eLife: Rheotaxis facilitates upstream navigation of mammalian sperm cells – http://elifesciences.org/content/3/e02403